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Die österreichische Seilbahnbranche und ihre ökonomische Bedeutung

(Wien, am 1. Oktober 2009) Österreichs Seilbahnen sind mit dem Wintersporttourismus untrennbar verbunden. Um den Einfluss der Seilbahnwirtschaft und die enorme Bedeutung für die heimische Tourismuswirtschaft zu belegen sowie auch das Ausgabeverhalten der Wintersportler, das Volkseinkommen und die Steuerleistung näher zu untersuchen, wurde 2009 vom Marktorforschungsunternehmen dwif, München gemeinsam mit der Firma Manova Networks eine Wertschöpfungsstudie durchgeführt.

Im Untersuchungszeitraum 2008/09 konnte die Branche insgesamt 56,9 Mio. Skierdays verzeichnen. Durch die Ausgaben der Bergbahnbenutzer werden Bruttoumsätze (Ausgaben inkl. Umsatzsteuer) von 5,8 Mrd. Euro erzielt, wobei die Übernachtungsgäste mit 85,5 % am meisten hierzu beitragen, gefolgt von den Tagesgästen (10,5 %) und Saisonkartenbesitzern (4 %).

Wertschöpfung durch Bergbahnnutzer

Bergbahnnutzer bringen einen jährlichen Bruttoumsatz von 5,8 Mrd. Euro. An Umsatzsteuerleistungen für den Staat werden jährlich 608,8 Mio. Euro abgeführt. Der Beitrag zum jährlichen Volkseinkommen liegt bei rund 3,1 Mrd. Euro.

"Das bedeutet, ein jährliches Einkommen von rund 370 Euro für jeden Österreicher womit einmal mehr die enorme Bedeutung der Seilbahnen für den heimischen Wintertourismus klar unterstrichen wird", so Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer der Seilbahnen Österreichs.

Die Seilbahnen erweisen sich somit als ein starker regionaler Umsatzbringer und Wertschöpfungsfaktor - nicht nur für angrenzende touristische Wirtschaftszweige wie beispielsweise die Hotellerie oder Gastronomie, sondern durch Vorleistungen auch in anderen Branchen, wie z.B. im Baugewerbe und Dienstleistungsbereich.

So wird durch 1.000 Euro an Löhnen, Gehältern und Gewinnen, welche durch die Nutzung von Bergbahnen erzielt werden, ein volkswirtschaftliches Einkommen in der Höhe von 6.700 Euro erzielt. Das entspricht einem Einkommensmultiplikator von 6,7 - der in weiterer Folge auch den Beschäftigungseffekt beschreibt. Durch die Seilbahnbranche werden innerhalb einer Wintersaison rund 13.900 Mitarbeiter direkt bei den Bergbahnen beschäftigt. Als indirekter Arbeitgeber werden durch die Bergbahnnutzer und deren Zusatzausgaben aber noch viele zusätzliche Arbeitsplätze außerhalb der Seilbahnen generiert. Laut Studienergebnissen sind dies insgesamt rund 64.420 zusätzliche Beschäftigte in den Regionen.

Ausgabenstruktur der Wintersportgäste

Die Tagesausgaben (ohne Reisekosten) aller Gäste belaufen sich durchschnittlich auf 102,10 Euro. Nimmt man die Ausgaben der Gäste pro Tag genauer unter die Lupe, so geben die Übernachtungsgäste erwartungsgemäß am meisten aus. Ihre Tagesausgaben betragen rund 119,70 Euro. Tagesgäste geben im Schnitt 64,40 Euro und Saisonkartenbesitzer 37,80 Euro an einem Wintersporttag aus.
Von den genannten Ausgaben entfallen 52,5 % auf Unterkunft und Gastronomie (Primärsektor). 25,9 % werden im Sekundärsektor erzielt, d.s. Handel und Dienstleistungsbereiche, die durch Zusatzausgaben der Bergbahnnutzer profitieren.
Auch hier entsteht Wertschöpfung durch Einkommenseffekte für Dienstnehmer und Unternehmen. Die Skikarten nehmen mit 21,7 % einen vergleichsweise geringen Anteil bei den Ausgaben der Wintersportgäste ein.

"Je nach Bundesland gibt es regionale Schwankungen", weiß Wolf. "In allen drei Gästesegmenten wird in den westlichen Bundesländern Österreichs mehr Geld ausgegeben als in den östlichen Regionen. Jedoch: Österreichweit gesehen nehmen die Liftkarten lediglich ein Fünftel der Gesamtausgaben ein".

Quellennachweis: Die Zahlen der Studie stammen aus dwif und verschiedenen Wertschöpfungsanalysen sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen, WEBMARK und SAMON Seilbahnen, dem Informationssystem und dem Zufriedenheitsmonitor des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs - Marketing Forum und MANOVA, der Online-Befragung "Wintersport-Tagestourismus", dem Bundesministerium für Finanzen, der Statistik Austria, EUROSTAT und dem Tourismus Monitor T-MONA.

Rückfragehinweis: Fachverband der Seilbahnen Österreichs – Marketing Forum, Mag. Elke Basler, Tel.: 01/503 78 02, E-Mail: marketingforum.seilbahnen@wko.at, Web: www.seilbahnen.at

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