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Seilbahnen Österreichs – Mit mehr Eigenverantwortung sicher und vergnügt in die kommende Skisaison

(Wien, 1. Oktober 2009) Jährlich verletzen sich rund 46.000* Gäste beim Skifahren und Snowboarden, zumeist aus Eigenverschulden. Viele Unfälle lassen sich mit Selbstdisziplin, einer guten Ausrüstung und Training vermeiden.

Die Skisaison 2009/10 wird bald eingeläutet und einmal mehr setzen die Seilbahnen Österreichs auf Aufklärungsarbeit und mehr Eigenverantwortung: Trotz der sehr hohen Sicherheitsstandards bei den Liftanlagen und auf den Pisten ereignen sich leider immer noch Unfälle, die leicht vermeidbar wären.
Mehr als 90 % aller Ski- und Snowboardverletzungen entstehen durch Müdigkeit, Selbstüberschätzung und mangelndem technischen Können.
Auch materialtechnische Probleme wie falsch eingestellte Bindungen, mangelhafte Ausrüstung und vor allem fehlender Kopfschutz zählen zu den häufigsten Ursachen für Verletzungen. Durch das Tragen eines Helmes können Gehirnerschütterungen und folgenschwere Kopfverletzungen um bis zu 64 % vermieden werden.

Dr. Klaus Dann, Facharzt für Unfallchirurgie & Sporttraumatologie von der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS), erklärt: „Beim Wintersport sind Kraft, Beweglichkeit und sehr gutes Ausrüstungsmaterial gefordert. Ohne dies ist die Verletzungswahrscheinlichkeit um ein Vielfaches erhöht. Vor allem Kopfverletzungen können dramatisch ausgehen. Darum mein Motto: Wer Hirn hat, der schützt es!“

Im Ministerrat wurde die Einführung einer österreichweiten Skihelmpflicht für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre befürwortet. Eine gesetzliche Skihelmpflicht kann nur von den Ländern selbst verfügt werden und wird in Niederösterreich bereits für den kommenden Winter umgesetzt. Alle weiteren Bundesländer – mit Ausnahme Tirol und Vorarlberg – haben sich für die gesetzliche Helmpflicht ausgesprochen und verpflichtet, diese in Ihren jeweiligen Landesrechtsordnungen vorzuschreiben.

Der Fachverband der Seilbahnen Österreich sowie GOTS sehen jedoch in der gesetzlichen Helmpflicht nicht die richtige Lösung.

"Die Einführung einer gesetzlichen Helmpflicht ist aus unserer Sicht zu wenig nachhaltig und eher kontraproduktiv für die Bewusstseinsbildung", schildert Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes, die Sicht der österreichischen Seilbahnen. "Wir haben durch Aufklärung und zahlreiche Aktionen eine sehr hohe freiwillige Tragefrequenz erreicht: nahezu 100% bei Kindern und jährlich zweistellige Zuwachsraten bei Erwachsenen - und das aus Eigenverantwortung und persönlicher Überzeugung", so Wolf!

Sportmediziner Dr. Dann sieht die Sache genauso: „Ein guter Helm ist ein Schutz, aber kein Allheilmittel. Grundsätzlich gilt es, mehr Selbstdisziplin und Eigenverantwortung zu erlangen und das eigene Fahrkönnen und die konditionelle Fitness richtig einzuschätzen. Der Helm ist nur ein Teil für eine sichere und gute Skiausrüstung.“

Der Körper sollte idealerweise durch Konditionstraining schon im Sommer auf die kommende Wintersaison vorbereitet werden. Ebenfalls empfohlen wird das regelmäßige Aufwärmen vor dem Fahren, denn das reduziert das Verletzungsrisiko um die Hälfte, so eine entsprechende ÖSV-Erhebung. Außerdem ist die fachgerechte Prüfung der Bindungen einmal jährlich unerlässlich, denn ein Loslösen des Schuhs hätte fatale Folgen. Wer dann noch in eine geeignete Schutzausrüstung plus Helm investiert, regelmäßig Pausen einlegt und auf Alkohol verzichtet, kann schon bald ins Wintervergnügen starten.

Die Seilbahnen Österreich setzen weiterhin umfangreiche Maßnahmen zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung von Kindern und Jugendlichen, um das vernünftige Verhalten auf der Piste zu schärfen. Auch Eltern sind aufgerufen, sich als Vorbilder für ihre Kinder zu beweisen.

Mit gezielter Kommunikationsarbeit werden in der kommenden Skisaison die heimischen Skifahrer "Winterfit für die Piste" gemacht. Aufwärm- und Fitnesstipps, Sicherheitshinweise für das richtige Pistenverhalten und die richtige Ausstattung zum Skifahren stehen dabei im Vordergrund. Gemeinsam mit dem BMWFJ und dem Innenministerium wird das im Vorjahr angefertigte Sicherheitsleporello überarbeitet und in einer Auflage von 100.000 Stück neu produziert.

* Quellennachweis: Die Zahl der Verletzten stammt aus der KFV-Freizeitunfallstatistik 2008, zu finden unter www.kfv.at/unfallstatistik

Rückfragehinweis: Fachverband der Seilbahnen Österreichs - Marketing Forum, Mag. Elke Basler, Tel.: 01/503 78 02, E-Mail: marketingforum.seilbahnen@wko.at, Web:www.seilbahnen.at

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