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Seilbahnen Österreichs – Qualität hat ihren Preis

(Wien, am 1. Oktober 2009) Sicherheit und Qualität für den Gast stehen bei Österreichs Seilbahnen an oberster Stelle. Zur Gewährleistung dieser Anforderungen investieren die Seilbahnen jährlich mehr als 500 Mio. Euro. Rund 50 % der Gäste haben sich bereits für ihre Destination entschieden, die aktuelle Wirtschaftskrise spielt eine eher geringe Bedeutung bei der Planung des nächsten Skiwinters.

Hohe Investitionen und ein kontinuierlicher Ausbau des Leistungsspektrums machen Österreichs Seilbahnunternehmen zum Marktführer was Qualität und Sicherheit der Anlagen betrifft. Anders als bei Tarifen regionaler Verkehrsmittel gibt es für die Seilbahnen keinerlei Unterstützung der Gebietskörperschaften.

In Summe betrachtet klingen die Umsatzzahlen der Seilbahnbranche sehr hoch. Abgesehen von der Tatsache, dass ein Großteil davon re-investiert wird, sind Österreichs Seilbahnbetriebe als privatwirtschaftliche Unternehmen mit hohen Aufwendungen konfrontiert. Viele Betriebe können – vor allem in schneearmen Wintern – nur durch Zusatzeinnahmen aus Nebenbetrieben (Gastronomie, Skiverleih etc.) überleben.

Insbesondere die stark gestiegenen Energiepreise und Personalkosten machen es für die Branche schwierig gewinnbringend zu wirtschaften. Allein im Zeitraum 1996 bis 2008 sind die Indices für Personal um 32,09 % und für Energie um 43,8 % gestiegen. Der für die investitionsfreudige Seilbahnbranche relevante Baukostenindex ist um 58,9 % gestiegen.

"Letztendlich halten sich Aufwendungen und Umsätze der Österreichischen Seilbahnen die Waage. Natürlich müssen wir im Sinne einer effizienten, ökonomischen Betriebsführung die Skipass-Preise den Kostenfaktoren angleichen, um auch weiterhin wirtschaftlich arbeiten und höchste Sicherheitsstandards garantieren zu können", erklärt Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs. "Man muss sich bewusst sein, dass Qualität ihren Preis hat – egal ob Freizeitspaß oder Alltagsanschaffungen."

Bei der Kalkulation der Skipass-Preise sind etliche Faktoren maßgeblich. Neben Investitionen in Sicherheit und Komfort für die Gäste schlagen sich die Investitionen in die Schneesicherheit zu Buche. Eine ganz wesentliche Rolle spielen jedoch die Kostenentwicklungen und Teuerungen der letzten Jahre.
Zieht man nun die Skipasstarife von 1996 bis 2008 genauer in Betracht, so wurden diese natürlich erhöht – verglichen mit den enorm gestiegenen Indices jedoch in einem durchaus fairen Ausmaß.
Dazu Wolf: "Die Branche war bedingt durch die Kostensteigerung gezwungen auch die Tarife zu erhöhen. Die Ticketpreise haben sich im selben Zeitraum (1996-2008) etwa im Bereich der Kollektivvertrags-Löhne bewegt, jedoch weit unter dem Energie- und Baukostenindex."

Die Preise für Tagesskipässe variieren in Österreich zwischen 26 und 43,50 Euro – abhängig von Größe und Standort des Skigebiets. Während der Öffnungszeiten der Bergbahnen von 8:30 bis 16:30 Uhr können Skifahrer und Boarder acht Stunden Pistenspaß genießen. Das entspricht einen Stundenpreis von 3,25 bis 5,40 Euro – ein durchaus ‚sportlicher‘ Preis für ein sicheres Pistenvergnügen, vor allem wenn man bedenkt, dass vergleichsweise ein 25-minütiger Pferderitt schon 20 Euro kostet oder eine Runde Wasserski 12 Euro.
Für Sommer-Funsportarten wie Canyoning und Outdoor-Klettergarten sind sogar zwischen 68 und 75 Euro für die Tageskarte/Person zu bezahlen. Dazu als Vergleich: die Familientageskarte (gültig für 2 Erwachsene und 2 Kinder) in einem niederösterreichischem Skigebiet gibt’s um 73 Euro.

"Wir haben in Österreich Skigebiete, wo Tageskarten für Erwachsene oft preiswerter sind als die Eintrittskarte für manch österreichische Thermen", weiß Wolf. "Bei 254 Seilbahnunternehmungen unterschiedlichster Kategorien ist vom kleinen aber feinen Familienskigebiet bis hin zur Mega-Skischaukel für jeden Skifahrer ein adäquates Angebot zu finden."

Dazu kommt, dass die österreichischen Seilbahnen wie kaum eine andere Branche eine breite Palette an Preisdifferenzierungen vorweist und sich bei der Preisgestaltung an Zielgruppen, Zeiten und Menge richtet. Beinahe alle österreichischen Skigebiete befördern Kinder bis 6 Jahre – teils sogar bis 10 Jahre – gratis und bieten spezielle Angebote und Preismodelle für Jugendliche, Familien und Senioren sowie periodisch abgestimmte Tarife an. Initiativen wie "Go for Ski" runden das Leistungsportfolio ab.

Der Kauf eines Skipasses beinhaltet wesentlich mehr, als der Gast auf den ersten Blick wahr nimmt. Zu den zahlreichen Zusatzleistungen zählen permanente Verbesserung, Wartung und Instandhaltung der Anlagen und Beschneiung, Präparierung und Pflege von Pisten, Loipen und Funparks. Die Pistensicherung, Hinweistafeln, Leitsysteme und Lawinenschutz werden ebenso durch Einnahmen aus den Skipässen finanziert wie auch die Bereitstellung von Parkplätzen und Gratis-Skibussen.

Winterfun für jedermann

Beim Wintersport ist der Spaßfaktor ein ganz wesentlicher Punkt, den sich die heimischen Wintergäste gerne leisten. Laut einer aktuell laufenden MANOVA-Befragung von über 5.600 österreichischen und deutschen Skifahrern spielen in erster Linie Schneeverhältnisse, Pistenangebot und Preis der Unterkunft eine Rolle bei der Wahl der Winterdestination.
Die aktuelle Wirtschaftskrise spielt eher eine geringe Rolle. Rund 50 % der Gäste haben ihre Wahl bereits getroffen.

Die Studie läuft in weiteren Befragungswellen und wird im Jänner 2010 fertiggestellt sein.

Rückfragehinweis: Fachverband der Seilbahnen Österreichs – Marketing Forum, Mag. Elke Basler, Tel.: 01/503 78 02, E-Mail: marketingforum.seilbahnen@wko.at, Web: www.seilbahnen.at

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